Mein Neustettin - eine Perle Hinterpommerns
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1. Mai  2017
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Wie wir unsere Reisen vorbereitet und durchgeführt haben   --- NEU ---
Die ersten Reiseplanungen im Jahr 1980.
Die ersten Reisevorbereitungen liefen im Jahr 1980 an. Aber dann spitzten sich die Ereignis durch die Unruhen auf der Werft in Danzig immer mehr zu. So wurden unsere Reisepläne zu den Akten gelegt und entschlummerten sanft. Ich hatte nicht mehr die Absicht nach Neustettin zu fahren und das Kapitel "Alte Heimat" abgeschlossen.
Der nächste Anlauf im Jahr 2003.
Aber wie das so ist, man soll nie "NIE" sagen, besonders wenn eine Ehefrau mit guten Argumenten und viel Überzeugungskraft dahinter steht. Im Jahr 2002 hatte sie mich davon "überzeugt", dass es gut wäre wenn wir gemeinsam in meine Geburtsstadt reisen würden um auf den Spuren meiner Ahnen zu wandern und die Erinnerungen an Vergangenes aufzufrischen und noch einmal lebendig werden zu lassen. Im Nach herein kann ich sagen, es war für mich wichtiger als ich es mir damals vorstellen konnte. Aus der einen geplanten Reise sind inzwischen schon sechs Reisen geworden. Wobei die erste Reise mit Gefühlen überfrachtet war und mich innerlich stark aufgewühlt hat. Zwei Jahre später hatte ich die Erlebnisse verarbeitet und konnte ruhiger auf die nächste Reise gehen.
Nachdem das Bollwerk "Nicht nach Neustettin zu fahren"
durch stete aber sanfte Überzeugungsarbeit meiner Frau Risse bekommen hatte und schließlich in sich zusammen gefallen war, begannen die Überlegungen zur Reise. Es sollte ein Reiseunternehmen sein, das Busreisen in diese Gegend anbietet. Ideal wäre ein Aufenthalt im Hotel in Neustettin um in der freien Zeit selbst unterwegs sein zu können. Aber alle Prospekte enthielten nur Reisen entlang des Küstenstreifens mit Kolberg, Stolp, Danzig und Ostpreußen mit einem stunden weisen Abstecher nach Neustettin. Das andere Extrem waren Reisen nach Schlesien, aber nichts dazwischen mit Ziel Pommersche Schweiz und Neustettin.
 
Also weitergesucht und im Internet mit den verschiedenen Suchmaschinen recherchiert bis wir endlich fündig wurden. Bei einem Bielefelder Reiseunternehmen gab es von ihnen selbst durchgeführte Reisen in die ehemaligen deutschen Ostgebiete, und was noch viel wichtiger war, auch mit Hotelstandort für die Reisedauer in Neustettin.  Katalog bestellt und durchgearbeitet. Reisetermin ausgesucht mit möglichst langem Aufenthalt in Neustettin. 5 Tage waren uns zu wenig, also einen Reisetermin mit 7 Tagen ausgesucht. In der warmen Jahreszeit sollte es auch sein, wir wollten alles im Sommer erleben. Also wurde als Reisetermin Ende August 2003 festgelegt. Meine Cousine, ebenfalls in Neustettin geboren, wollte sich mit ihrem Mann, der in der Nähe von Lauenburg geboren wurde, anschließen. Also 4 Plätze für die Reise zum Wunschtermin gebucht mit Sitzplatzwünschen im Bus und einem Unterstellplatz während der Reise für unseren Pkw. Die Reise begann in Bielefeld und endete dort auch wieder. Zusteigemöglichkeiten gab es bis Berlin, aber das nutzte uns nichts, da wir aus der Umgebung von Köln bzw. Neuss kamen. Eine Zubringer-Möglichkeit hätte bestanden, aber wir sind lieber selbst bis Bielefeld gefahren. Die Hauptarbeit war geschafft.
Planung unseres Aufenthaltes in Neustettin und die Tagesfahrt nach Stolp.
Im Internet wurde die Hauptarbeit geleistet. Wir suchten alte Reisebeschreibungen, Landkarten, Postkarten, kurz Alles was irgendwie mit Stadt und Kreis Neustettin und Pommern zu tun hatte. Wir fanden bei ebay eine BV-Aral Straßenkarte Nr. 3 von etwa 1938/1940, sowie ein Buch "Neustettin, Bilder einer deutschen Stadt 1310 - 1945". Die Karte wurde ersteigert und das Buch bei Amazon gekauft. Im Buch war ein alter farbiger Stadtplan von etwa 1938 enthalten. Der wurde erst mal kopiert und vergrößert um dann die ganzen Straßen und Plätze farblich zu markieren, an denen meine Vorfahren oder ich selbst gelebt hatte und die wir nach Möglichkeit alle an den 3 freien Tagen, außerhalb des offiziellen Besuchsprogramms,  besuchen wollten. Alte Unterlagen meiner verstorbenen Eltern wurden durchgearbeitet um Adressen und Bilder von Früher als Unterstützung der Vorbereitung zu finden.
 
Ein alter Stadtplan von Stolp fand sich im Internet und konnte herunter geladen werden. Mein Vater war ein "Stolper Jungchen" und so war es selbstverständlich, dass wir auch mit einem Taxi dahin fuhren wo er geboren wurde, meine Großeltern gelebt und ihren Schrebergarten bewirtschaftet hatten. Wir fanden die "Kleine Gartenstraße" nicht weit vom Stolper Rathaus entfernt.
 
So verging die Zeit wie im Fluge. Der Reisetermin nahte mit Riesenschritten und die Nervosität wurde immer größer. Was würden wir vorfinden, an was kann ich mich dort noch erinnern, wie weh tut die Erinnerung nach all den Jahren? Die Gefühle wurden immer gemischter.
Die Reise 2003 in Kurzform.
Früh morgens ging es los, meine Cousine mit Mann bei Neuss abgeholt und weiter in 2,5 Stunden nach Bielefeld zum Busdepot des Reiseunternehmens. Wir waren um 5:45 Uhr da. Die Fahrt war ruhig und störungsfrei bei leerer Autobahn und so hatten wir noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt des Busses. Der Bus wurde aus der Garage gefahren und unser Pkw hinein. Pünktlich fuhren wir um 7:00 Uhr ab und luden unterwegs noch an mehreren Haltepunkten Fahrgäste ein. Ein kleineres Problem mit der Lautsprecheranlage im Bus wurde unterwegs in Berlin während einer Pause behoben. Die deutsch - polnische Grenze wurde bei Stettin überschritten. Weiter ging es nach Köslin. Dort stiegen die "Neustettiner" in einen polnischen Bus um. Unser Reiseleiter "Georg" erwartete uns schon und mit dem Bus fuhren wir die 80 km weiter nach Neustettin. Der deutsche Reisebus fuhr weiter nach Stolp und Rügenwalde. Stand uns aber für die offiziellen Fahrten wieder zur Verfügung.
 
Wir
näherten uns Neustettin und die Spannung stieg auf den Höhepunkt. Als die ersten neu gebauten Plattenbauten am Stadtrand auftauchten verflogen alle Illusionen und die Wirklichkeit hatte mich schlagartig wieder. Das Hotel "Resiedence" lag in der Martinstraße, fast in der Parkanlage. Wir erreichten es gegen 17:00 Uhr. Unser erster Weg führte zum Schiffsanleger am Streitzigsee um den Anblick zu genießen und die innere Unruhe in den Griff zu bekommen. Ich war nach 57 Jahren wieder in meiner Geburtsstadt angekommen. Das Gefühl ist nicht zu beschreiben, es kann auch keiner verstehen, der nicht selbst davon betroffen ist. Im Hotel wurden wir liebevoll umsorgt und sehr gut verpflegt.
 
Am nächsten Vormittag wurden wir von unserem Reiseleiter Georg auf einem
Stadtrundgang mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Neustettin und der Geschichte vertraut gemacht. Durch die Parkanlage ging es zum Schloss mit Rosengarten, zur Nikolaikirche, am Niesedop entlang und durch die Schlossstraße zum Marktplatz und Rathaus. Durch die Königstraße an der Alten Post und am Gerichtsgebäude vorbei wieder zurück. Nachmittags gingen wir alleine auf Entdeckungsrundgang zu den Stätten der Kindheit.
 
Mit dem Taxi fuhren wir zu Viert nach
Stolp zum Rathaus und besuchten dort das Rathaus und die kleine Gartenstraße 19. Das Haus, in dem meine Großeltern lebten und ich oft zu Besuch war, stand noch in "Alter Pracht" will heißen im Zustand von 1945 da. Schräg gegenüber gab es sogar noch die Schrebergartenanlage von damals mit dem Garten meines Großvaters. Wir waren alleine unterwegs, da unser Fahrer sich nicht von seinem Auto auf dem Rathausparkplatz entfernen wollte (er wusste wohl warum!). So fehlte die Möglichkeit sich mit den Bewohnern des Hauses zu unterhalten.
 
Wir wollten noch weiter nach
Bonzwitz bei Labehn. Dort hatte der Mann meiner Cousine auf einem Gut gelebt. Seine Eltern hatten dort gearbeitet. Bis vor 10 Jahren war das Gut noch in Betrieb und wurde dann aufgegeben, d.h. alles ist bis auf die Grundmauern abgerissen und wieder verwendet. Über Schlawe und Bublitz fuhren wir wieder zurück nach Neustettin.
 
Am nächsten Tag stand eine kleine Pommernrundfahrt zum
Gestüt in Baldenburg auf dem Programm. Danach über Rummelsburg nach Bytow zum Schloss. Hier besuchten wir das sehenswerte Kaschuben-Museum. Zurück ging es über Pollnow und Bublitz.
 
Durch ein Belegungsproblem im Hotel wurde zur "Entschädigung" eine Fahrt und Übernachtung in
Kolberg durchgeführt. Durch wunderschöne alte Alleen führte uns der Weg zur Bernsteinmanufaktur nach Groß- Schwiersen und weiter nach Kolberg zum Hotel "Scanpol". Wir machten einen Abendspaziergang durch das Kurviertel mit einem Besuch des alten Rathauses und des Kolberger Domes. Anschließend kehrten wir zu einem gemütlichen Umtrunk in den Rathauskeller ein. Am nächsten Morgen gingen wir durch das Kurviertel zum Strand um mit den Schiffen eine Fahrt auf der Ostsee zu unternehmen. Aber bei dem starken Nordostwind stand ein ziemlicher Schwell auf die Hafeneinfahrt und alle Schiffe hatten Ausfahrtverbot. Als das erste und einzige Schiff fahren durfte waren wir dabei. Es war abenteuerlich wie das Schiff von den Wellen gebeutelt wurde. Achterbahnfahrt war beinahe harmlos dagegen. Nach der Rückkehr in Neustettin gingen wir zum Marktplatz zum Kaffeetrinken, Seele baumeln lassen und meiner Großeltern gedenkend, die hier auf dem Markt vor dem Rathaus ihre Holzpantoffeln verkauft haben.
 
Der nächste Vormittag stand zur freien Verfügung. Meine Frau hatte eine tolle Idee. Vor 2 Tagen hatten wir Georg angesprochen ob es möglich wäre eine
Geburtsurkunde von mir und meiner Cousine aus dem Rathaus zu bekommen. Er versprach sich mal zu erkundigen und nahm unsere Geburtsdaten mit. Beim Abendessen die freudige Nachricht "Jawohl es geht" die Familienbücher sind von diesen Jahrgängen im Rathaus vorhanden. So konnten wir in seiner Begleitung das Rathaus aufsuchen und im Standesamt unsere schon kopierten Geburtsurkunden mit Beglaubigung in Empfang nehmen. Da habe ich erst erfahren, dass ich in der Wohnung meiner Großeltern in der Wilhelmstraße 4 geboren wurde und das mich meine Großmutter im Standesamt angemeldet hat. Sie hat handschriftlich unterschrieben. Es ist das einzige Schriftstück, das ich mit der Handschrift meiner Großmutter habe. Es wird wie ein Schatz gehütet. Vor dem Abriss des Hauses waren wir noch kurz in der Wohnung meiner Großeltern und damit an meinem Geburtsort. Heute steht dort nichts mehr.
 
Um 15:00 Uhr stand eine große
Seerundfahrt auf dem Streitzigsee mit Seemannsumtrunk auf dem Programm. Ein Akkordeon-Spieler begleitete uns auf der Fahrt. Georg hatte mit dem Schiffsführer abgemacht an der Mauseinsel für uns als Überraschung anzulegen um das Gelände zu besuchen, weil wir so viel von den Veranstaltungen in der "Gaststätte Mauseinsel" erzählt hatten. Bis auf ein paar Grundmauern steht von der riesigen Anlage nichts mehr.
 
Abends stand ein
romantisches Abendessen auf der Terrasse des Hotels an. Bei Gegrilltem und Akkordeon -Musik ließen wir die Reise noch einmal an uns vorbei ziehen. Die Sonne verabschiedete uns mit einem traumhaften Untergang. Es war wie eine Aufforderung "Seht her, so schön ist es hier, kommt bitte bald wieder". Allen war wehmütig ums Herz, besonders als zum Abschied das Pommernlied angestimmt wurde.
 
Am letzten Morgen, noch vor dem Frühstück, gingen wir in die
Parkanlage zur Schwaneninsel am Streitzigsee um Abschied von der alten Heimat zu nehmen. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder mit einem polnischen Bus nach Köslin um dort in den deutschen Bus aus Stolp kommend nach Bielefeld umzusteigen. Gegen 19:00 Uhr stiegen wir wieder in unseren Pkw und fuhren nach Hause.
 
Unsere Reise in die Vergangenheit war zu Ende,
fand aber 2005 eine Fortsetzung. Obwohl mit demselben Reiseunternehmen war diese Reise ganz anders und keinesfalls eine Wiederholung.
Im Jahr 2008 waren wir zweimal in Neustettin.
Diesmal sind wir mit unserem PKW gefahren um vor Ort mehr unternehmen zu können. Die Hinfahrt führte uns über
Klotzen und Bärwalde nach Neustettin zum Hotel.
 
Im Juni hatten wir Urlaub in Waren an der Müritz gemacht und waren von dort eine Woche nach Neustettin gefahren. In Neustettin sind wir u.A. mit unserem Aerius II-Paddelboot auf dem Streitzigsee von Marienthron bis Streitzig und zurück gepaddelt. Es war ein wunderschöner Tag mit vielen Erlebnissen. Da konnte die Seele so richtig baumeln.
 
Am nächsten Tag führte uns eine
Rundfahrt durch den südöstlichen Teil des ehemaligen Kreises Neustettin. Teilweise über Feldwege ging die Fahrt von Ort zu Ort durch die pommersche Landschaft.
 
Losgefahren sind wir nach dem Frühstück im Hotel in Neustettin zum
Vilmsee nach Groß Küdde. Dann folgte der Eichsfelder Stadtwald, Soltnitz, Trabehn, Herzberg, Vangerow, die Küddow, Trocken-Glienke, Naß- Glienke, Ratzebuhr, Burzen, Pinnow, Hasenfier, Groß Born, Krangen und wieder zurück nach Neustettin. Unterwegs wurden viele Pausen und Picknick gemacht. Wir haben den Tag und die Landschaft sehr genossen.
Bilder von dieser Rundreise werde ich demnächst hier ins Netz stellen.
 
Es war Pommern wie im Bilderbuch bei blauem Himmel mit teilweise großen Wolken.
 
Der Rückweg führte uns über
Stolp, Stolpmünde, Rügenwalde, Köslin, Kolberg und Treptow an der Rega nach Stettin. Dort passierten wir wieder die Grenze und fuhren zurück nach Waren an die Müritz, um unseren Urlaub dort fort zu setzen.
 
 
2008 Gedenkstein-Einweihung in der Parkanlage am Streitzigsee in Neustettin.
Anfang September waren wir zur Einweihung des Gedenksteines für alle verstorbenen Neustettiner in der Parkanlage am Streitzigsee und zur 100 Jahrfeier der Nikolaikirche wieder in Neustettin.
 
Bilder von der Einweihung des Gedenksteines habe ich unter "www.neustettin.de" und weiter unter "Gedenkstein Neustettin" ins Netz gestellt.
 
Es war eine würdevolle und ergreifende Einweihungsfeier. Schauen Sie sich diese Bilder doch einmal an.
 
Die Homepage www.neustettin.de des Heimatkreisausschusses Neustettin wird ebenfalls von mir betreut.
Die Reise 2010 zur 700-Jahrfeier der Stadt Neustettin (1310 bis 2010).
Im Juni 2010 fanden die offiziellen Feiern zur 700. Wiederkehr der Stadtgründung im Jahr 1310 statt. Wegen anderer Termine konnten wir leider nur am 18. und 19. Juni dabei sein. Für diese eine Nacht hatten wir auch keine Übernachtungs-Möglichkeit gefunden und so sind wir jeden Morgen ca. 250 km in 3,5 Stunden nach Neustettin gefahren und Abends wieder zurück. Übernachtet haben wir in Warnitz am Oberuckersee.
 
Freitag, der 18. Juni 2010
Es begann um
9:00 Uhr mit der Sitzung des Stadtrates. Diese Sitzung wurde auf eine Großleinwand auf dem Marktplatz in Bild und Ton übertragen, fand aber leider bei den Polen sehr wenig Interesse. Die deutliche Mehrheit der anwesenden Gäste waren Deutsche.
 
Als erster Gast sprach Herr Dr. Raddatz als Neustettiner-Heimatkreis-Ausschuss-Vorsitzender vor dem Stadtrat. Diese Rede wurde deutsch gesprochen und immer wieder in kurzen Abschnitten ins polnische Übersetzt. Diese Rede wurde von den anwesenden Teilnehmern im Rathaus mit viel Beifall bedacht.
 
Um 11:00 Uhr begann am Schloß der Umzug von Schülern der einzelnen Schulen in Historischen Kostümen aus den vergangenen Jahrhunderten. Der Umzug führte durch die Stadt zum Rathaus.
 
Hier wurden
Spiele zur Stadtgründung und Stadtwerdung aufgeführt. Leider (für uns!) nur in polnischer Sprache und so war es schwer die einzelnen Aufführungen zu begreifen und zu verstehen, da wir die polnische Sprache nicht verstehen konnten. Eine kurze Information der Handlung auf der Großbildleinwand in deutsch wäre eine schöne Geste für die vielen deutschen Besucher gewesen.
 
Um 15:00 Uhr begann im Kino Wolnosc eine Veranstaltung. Sie begann mit einer Preisververleihung durch den Bürgermeister, Herrn Jerzy Hardie-Douglas an Schüler der verschieden Schulen. Anschließend wurden alte Bilder gezeigt und von einem Historker geschichtliches aus den Anfängen der Stadt Neustettin berichtet.
Geräte zur simultanen Übersetzung ins deutsche standen zur Verfügung.
 
Samstag, der 19. Juni 2010
Dieser Tag hatte für uns als Schwerpunkt den Bi-konfessionellen Gottesdienst in deutscher und polnischer Sprache in der ehemaligen evangelischen Nikolaikirche, heute katholische Marienkirche, gehalten von Herrn Professor Bloth aus Berlin und dem Probst der Marienkirche Herrn Piotr Jesionowski. Die deutsch gesprochenen Texte wurden immer wieder ins polnische übersetzt. Die regionale Fernsehstation war mit einem Team vertreten.
Die Liedertexte waren zweisprachig auf Blättern verteilt worden und so erklangen diese gleichzeitig in polnisch und deutsch.
Jeder sang in seiner Muttersprache diese Lieder mit. Die Kirche war sehr gut besucht. Fast alle Plätze waren belegt. Es war ein ergreifendes Erlebnis. Mehr als einmal versagte die Stimme ihren Dienst.
 
Für mich war es einfach ein MUSS an diesem Gottesdienst in der ehemaligen Nikolaikirche teil zu nehmen, in der ich vor 68 Jahren getauft worden bin.
 
Ich bin gläubig, aber kein großer Kirchgänger, für diese Teilnahme am Gottesdienst bin ich 500 km gefahren. Ich hätte noch vor einem Jahr für unmöglich gehalten, das ich für eine Gottesdienst-Teilnahme so weit fahren würde. Aber wie sage ich immer: "Man soll nie NIE sagen".
 
Mittags waren auf dem Markplatz die Stände der Forstwirtschaft aufgebaut
und vermittelten einen Einblick in die Natur und den praktizierten Naturschutz in und um Szczecinek.
 
Zum Abend noch einmal
auf dem Marktplatz bei Kaffee und Kuchen die Seele baumeln lassen und meiner Vorfahren gedenken, die hier auf dem Markplatz Jahrzehnte lang ihre Holzpantoffeln verkauft haben. Dann fuhren wir wieder zurück. Damit endete unser Besuch zur 700 Jahrfeier in Neustetti/Szczecinek.
 
Bilder werde ich hier in meinem privaten Fotoalbum und auch unter "neustettin.de" für den HKA- Neustettin nach den heißen Tagen ins Internet stellen. Bis dahin bitte ich noch um etwas Geduld.
Die Reise 2005 in Kurzform.
Wir hatten inzwischen die Erlebnisse der ersten Reise verarbeitet und ich war innerlich viel ruhiger geworden.
 
In mir war der Wunsch entstanden für meine Tochter und meinen Enkel einen Bildband zu erstellen, damit diese sehen können wo ihr Vater und Opi geboren wurde. So nutzen wir jede freie Minute in Neustettin um mit dem Fotoapparat durch die Stadt und um den Streitzigsee zu ziehen und Aufnahmen dieser wunderschön gelegenen Stadt zu machen. Trotzdem blieb immer wieder Zeit um die Seele baumeln zu lassen und einfach nur den Moment zu genießen. Die Bootsfahrt auf dem Streitzigsee fehlte ebenso wenig wie eine Fahrt durch die nähere und weitere Umgebung von Neustettin.
 
Die abendlichen Sonnenuntergänge waren wie immer ein Erlebnis der besonderen Art.
 
Weitere Entwicklung nach dieser Reise.
Nach Recherchen im Internet stellte ich fest, dass es über Neustettin so gut wie nichts gab. Da reifte der Entschluß, selbst eine Homepage zur Erinnerung an meine Geburtsstadt zu erstellen. Nach einer kurzen Planungsphase über das "wie soll sie aussehen" und "was möchte ich wie darstellen" legte ich dann zu hause los.

Das Ergebnis sehen sie hier auf meiner privaten Homepage zu Neustettin.
Nachdem ich diese bei Yahoo im Neustettiner Kreis bekannt gemacht hatte, folgte wenige Monate später die Anfrage von Herrn Dr. Raddatz, ob ich nicht auch für den Heimatkreis-Neustettin die Homepage erstellen könnte.
Da gab es nicht viel zu überlegen und ich habe zugesagt. So betreue ich heute beide Homepagen zu Neustettin.
Meine private, inzwischen unter www,neustettin.eu und die offizielle des Heimatkreisausschusses unter www.neustettin.de. Es ist sehr viel Arbeit, macht aber Spaß, wenn ich sehe wie viele Besucher aus der ganzen Welt sich täglich einklicken und diese Homepagen besuchen.
 
Parallel entstand der Bildband "Mein Neustettin" mit 80 Seiten, der in Bayern gedruckt wurde und ein Kalender im Format A3 über Neustettin. Auszüge stehen hier auf dieser Homepage.
 
Beide Homepagen sind ständig im Wandel und wachsen immer weiter. So hat die HKA-Homepage schon mehr als 160 Seiten (Stand Juni 2010) mit Informationen aus früherer und heutiger Zeit.
Die Reise 2009 in Kurzform.
Im Juni 2009 waren wir wieder zu einem
1-tägigen Besuch in Neustettin. Vormittags wanderten wir durch die Straßen in Neustettin und Mittags fuhren wir zum Vilmsee bei Groß Küdde zum Picknick.
 
Danach verleitete uns die schöne Straße direkt am Vilmsee entlang nach Sparsee zu fahren. Durch den Wald wurde es bald zu einem Schotterweg und später zu einem Sandweg. Hinweisschilder gab es keine, dafür aber ganz schön tiefe Löcher im Sandweg. Unserem Discovery machte das aber nichts aus, langsam fuhren wir durch alle Schlaglöcher. Unser Navigationsgerät zeigte nur Wald und keine Wege mehr an. Aber Orte und Seen waren zu sehen und so bogen wir auf Höhe von Sparsee im Wald nach Westen ab und erreichten so das Nordufer des Sees und den Ort
Sparsee.
 
Weiter führte uns der Weg über Brandschäferei, Eschenriege, an einem wunderschönes Kornblumenfeld vorbei, Gramenz, Flackenheide, Alt Valm nach Bärwalde.
 
Bilder dieser Reise sind unter Fotoalben - Kreis Neustettin - "2009 Fahrt durch den nordwestlichen Kreis 2" eingestellt.