Mein Neustettin - eine Perle Hinterpommerns
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Geschichtliches über Neustettin, der Perle von Hinterpommern
Das Gebiet Neustettin war bereits in frühester Zeit besiedelt. Der Streitzigsee und der Vilmsee lagen mit ihrem Wasserspiegel deutlich höher. Auf einer kleinen Insel befand sich ein wendischer Burgwall. Später wurde hier neben Neustettin auch das Neustettiner Schloss, umgeben von Wasser und nur zugänglich über eine Zugbrücke, errichtet. Lübisches Stadtrecht erhielt Neustettin 1310 wie auch Stettin. Darum wurde der Ort auch "Neustettin" genannt.
Stettin hatte schon 1243 von Barnim I. Magdeburger Recht erhalten.
Pommern003Ak.jpg
Die Seenplatte zwischen Dramburg im Südwesten und Rummelsburg im Nordosten der Pommerschen Schweiz. Fast im Mittelpunkt liegt Neustettin mit seiner traumhaften Lage.
Die Pommersche Schweiz ist eine hügelige Moränen Landschaft, geformt durch die letzte Eiszeit. Die Gletscher hinterließen gemäßigte Berg- und Tallandschaften. In den Tälern sammelte sich das Gletscherwasser und bildete viele Seen und im Übergangsbereich entstanden Moore. Es entwickelten sich große Wälder.
 
Ideale Bedingungen für Sammler und Jäger der Vorzeit. Nordische Kulturvölker besiedelten darum auch dieses Gebiet schon in der mittleren Steinzeit vor mehr als 8200 Jahren, wie einzelne Funde belegten. Aus der jüngeren Steinzeit, von etwa 5000 bis 1800 vor unserer Zeitrechnung, sind deutlich mehr Fundstücke überliefert. Weitere Siedlungsnachweise sind aus der Bronzezeit, etwa 1800 bis 500 vor unserer Zeitrechnung, bekannt. Es folgte die Eisenzeit von 500 vor unserer Zeitrechnung bis 600 der Neuzeit mit Siedlungsnachweisen.
Danach die Wikinger - Wendische Zeit von etwa 800 bis 1200 nach Christi mit ihren zahlreichen Funden.
Neustettin ist also nachweislich schon sehr lange Siedlungsgebiet von Menschen.
Pommern004Ak.jpg
Die Pommersche Schweiz zwischen Dramburg, Bad Polzin und Neustettin.
Neustettin liegt am Nordostufer des Streitzigsees.
 
Diese Lage des Streitzigsees bedeutet auch traumhafte Sonnenuntergänge, womit wir auf jeder unserer Reisen am Abschiedsabend "verwöhnt" wurden. Es war wie eine Aufforderung der alten Heimat "Wiederzukommen".
Die deutsche Besiedlung des Neustettiner Landes erfolgte in zwei Perioden.
Der nördliche Teil, ursprünglich dem Land Belgard zugeordnet, wurde von deutschen Bauern urbar gemacht und im Wesentlichen im 13. bis 15. Jahrhundert besiedelt. Im südlichen Teil entstanden die ersten Dörfer erst ab 1540. Die späte Besiedlung des südlichen Teiles erklärt sich aus der Beschaffenheit dieser Landschaft mit Mooren, Sümpfen und undurchdringlichen Wäldern. Zu den ältesten Dorfgründungen im Kreis Neustettin gehören Labenz, Soltnitz, Küdde und das Kloster Marienthron mit dem gleichnamigen Dorf. Das Kloster war eine Tochtergründung der Augustiner Eremiraten aus Stargard und wurde auf dem von den Greifenherzögen Bogislaw V, Barnim IV und Wartislaw V geschenkten Berg, mit einem Klosteracker und mehreren Gerechtigkeiten, am südlichen Streitzigsee errichtet. Neustettin und Tempelburg lagen im späten Mittelalter noch in einer öden Moränenlandschaft. Im 16.Jahrhundert entstanden die meisten Dorfgründungen durch Nachwanderung ostdeutscher Menschen. Meist die zweiten und dritten Söhne von Bauern. Die mittelalterliche Dorfgröße betrug in der Regel 40 bis 60 Hufen (die Hufe meist zu 7,5 ha; in anderer Literatur auch 17 bis 24 ha oder je Hufen = 4 preußische Morgen). Nur Hasenfier mit 62 Hufen und Zamhorst mit 52 Hufen waren größer.
Neustettin wurde nach seiner Gründung im Jahr 1310 auch "Newen Stettin", "Nigen Stettin", "Nuwen Stetyn" und auch "Klein-Stettin" (Stetin minor) genannt.
Der pommersche Geschichtsschreiber Kantzow bemerkte schon 1537, der Name "Neu-Stettin" sollte auch so viel heißen wie "Neuer Schild". Das Schloß und die Stadt Neustettin waren beide durch breite Wasserflächen des Streitzig- und Vilmsees, sowie ausgedehnte Moore geschützt und dienten der Grenzsicherung gegenüber den polnischen Nachbarn und dem askanischen Markgrafen Waldemar, der seinen Machtbereich ausdehnen wollte.
Im Stadtwappen führte Neustettin den Greifen, das Wappentier des Herzogsgeschlecht, mit einem Fisch in seinem Fang. Sinnvoll entsprechend der Wasserlage von Neustettin und dem Fischreichtum der umliegenden Seen. Nach anderer Auslegung könnte der Fisch auch einen Stör darstellen, in Anlehnung an Herzog Wartislaw IV, der die Swenzonenstädte Stolp, Rügenwalde und Schlawe 1316 vom Brandenburgischen Markgrafen Waldemar als Dank für Bundeshilfe erwarb. Der Fisch wurde auch in der anderen Richtung gedreht im Wappen dargestellt, der Grund ist nicht bekannt. In der Literatur tauchen beide Darstellungen auf.
Geschichtliches über Neustettin in Kurzfassung.
1310Gründung durch Wartislaw IV.
1350 Die Dreifelder Wirtschaft (1 Feld für Sommerfrucht, 1 Feld für Winterfrucht und eine Brache)
wird eingeführt, dazu der Beetpflug mit Pflugschar anstelle des Hakenpfluges
1336 Stiftung des Klosters Marienthron durch Bogislaw V, Barnim IV und Wartislaw V
1360 Die schwarze Pest wütet unter der Bevölkerung
1470 Das Kloster Marienthron wird ausgeraubt
1537Ein großer Brand vernichtet Teile der Stadt
1540Ein weiterer Brand sucht die Stadt heim
1547Der letzte große Brand in dieser Zeit bricht in der Stadt aus
1563Die Stadt wird durch Söldner geplündert
1570Erste urkundliche Erwähnung über eine Schule an der Nikolai Kirche
1573Der erste Arzt hat sich in der Stadt niedergelassen
1591 - 1593Hexenprozesse und Verbrennung von mehr als 40 "Hexen"
1583Wieder eine Brandkatastrophe in der Stadt; alle 70 Scheunen wurden aus der Stadt auf den
St. Jürgensberg, den sogenannten "Scheunenberg" verbannt
1602Erneut eine Seuche in der Stadt
1606Das Schloß wurde zum Witwensitz der pommerschen Herzöge. Herzogin Anna,
Witwe von Bogislaw XIII war die erste Bewohnerin
1614Die Stadt wurde von polnischen Konförderierten geplündert
1627 - 1648Der 30jährige Krieg (1618 - 1648) erreicht Pommern und tobte im Land
1619Das Schloss wird durch Herzog Ulrich erneuert und als Witwensitz der
pommerschen Herzöge genutzt

1623Fürstin Hedwig, 28jährige Witwe von Herzog Ulrich (33) bezieht das Schloss bis 1650.
Sie wirkt segensreich für die Bevölkerung und stiftet unter anderem ein Krankenhaus
1628Wallenstein besetzt die Stadt
1630Die schwarze Pest rafft 500 Neustettiner dahin
1631 - 1632 Die Schweden beherrschen die Stadt wieder
1636Die schwarze Pest rafft weitere 300 Neustettiner dahin
1637Der letzte Greifenherzog Bogislaw XIV stirbt ohne Nachkommen
1640Fürstin Hedwig stiftet der Stadt das erste Gymnasium in Hinterpommern und damit eines der ersten
Gymnasien in Pommern
1642Die Stadt wird erneut geplündert
1648"Pommernland war abgebrannt". Der westfälische Frieden beendet den 30jährigen Krieg
1653Nach dem  Ende der schwedischen Herrschaft wurde am 2. Juli 1653 die Stadt an den Großen Kurfürsten
übergeben
1665Am 11. November wurde die Huldigung für den Kurfürsten durch Kanzler Lorenz Christoph von Somnitz
entgegen genommen und damit begann die spätere Zugehörigkeit zu Preußen
1653 - 1657 Die nächste Seuche trifft die Stadt
1669Erneute Plünderung durch Polen
1677 - 1679 Brandenburgische Truppen besetzten die Stadt um schwedische und polnische Übergriffe abzuwehren
1682Der nächste Großbrand in der Stadt
1696Erneuter Großbrand in der Stadt
1710Wieder ein Großbrand in der Stadt
1711Es wurde ein Verbot erlassen, nachdem keine Häuser mehr aus Holz gebaut werden durften
1724Gründung des Kreises Neustettin
1742Neustettin wird zur Garnisonsstadt
1759 - 1760Während des 7jährigen Krieges wird die Stadt erneut geplündert
1763Eine Eskadron der Bellinghusaren kommt in die Stadt. Bei ihr diente Leberecht von Blücher als
Premier-Leutnant
1779 - 1780Der Vilmsee-Wasserspiegel wurde um etwa 2,70 m abgesenkt. Dabei entstanden etwa 6000 Morgen
Acker und 4000 Morgen Wiesen und Weiden (Wiesen und Weiden am Vilmsee).
Jeder Hausbesitzer bekam Acker, eine Seewiese und 10 Reichstaler zum Kauf einer Kuh vom
Preußenkönig Friedrich dem Großen.
1809König Friedrich Wilhelm III und Königin Luise übernachten auf dem Weg von Königsberg nach
Berlin in der Stadt
1813General von Bülow mobilisiert seine Truppen zum Freiheitskampf gegen die Franzosen
1815Preußen teilt in einem Verwaltungsakt Gesamt Preußen neu in Provinzen,
Regierungsbezirke und Kreise ein
1824 - 1832J. Kaulfuß ist Leiter des Fürstin Hedwig Gymnasiums und führt es zur Blüte
1835Wieder ein Brand in der Stadt
1845Die erste Lokale Zeitung "Norddeutsche Zeitung" wird in der Stadt heraus gegeben
1850Die ersten Gaslaternen werden aufgestellt
1852Das Rathaus wird erbaut
1861Wieder ein Brand in der Stadt
1864 - 1868 Der Streitzigsee- und der Vilmsee-Wasserspiegel werden erneut abgesenkt und das gewonnene
Land zum Bau der Anlagen am See verwendet
1866 - 1881 Im Landwehrzeughaus befindet sich eine archäologische Sammlung des preußischen Majors
F.W. von Kasisky. Diese Sammlung geht später an das berlinische Museum für Vor- und Frühgeschichte
1875 - 1903Der Park am See wird angelegt
1878Die Stadt wird Eisenbahnknotenpunkt
1888Das Gebiet um Neustettin wird komplett vermessen. In diesem Zusammenhang wird am Rathaus eine
Tafel mit der ein gemessenen Höhenmarke von 139.338 m über NN (Normal Null) angebracht
1894Das erste Motorboot fährt auf dem See
1897Am 2. September wird das Denkmal für Kaiser Wilhelm I. aus Anlass seines 100. Geburtstages feierlich
vor dem Rathaus enthüllt
1902Bau des Landratsamtes
1905 - 1908Bau der neuen Nikolaikirche
1909Die baufällige alte Nikolaikirche wird bis auf den Turm abgerissen. Dieser dient seit dem als Museum.
Diese Kirche war über 400 Jahre in Funktion und wurde als Ersatz für eine kleine Kapelle aus dem
14. Jahrhundert erbaut
1910Vom 26. bis 29. Juni wird die 600 Jahrfeier der Stadt begangen
1911Am 1. April wird der Bismarckturm auf dem Burgwerder feierlich eingeweiht
1914Das Museum wird eröffnet
1933Baubeginn des Pommernwalls am Stadtrand
1938Die Synagoge brennt
1939Der 2. Weltkrieg beginnt
1945Am 27. Februar erobern russische Truppen die Stadt
1945am 21. März übernimmt Polen die Verwaltung der Stadt
1945Pommern wird wieder mal geteilt. Vorpommern fällt an die spätere DDR und Hinterpommern
an Polen. Damit gehört Neustettin zu Polen und wird in Szczecinek (Stettinchen) umgetauft.
Wie lange bleibt Pommern diesmal geteilt?
1946Gewaltsame Vertreibung der deutschen Bevölkerung, bis auf dringend gebrauchte Personen, denen
wurde die Ausreise verweigert. Einige Wenige, kaum unter 80 Jahre, leben heute noch in der Stadt.
1990Die DDR schließt sich der Bundesrepublik Deutschland an. Damit gehört Vorpommern jetzt zur
Bundesrepublik Deutschland. Hinterpommern bleibt bei Polen.  Pommern ist weiterhin geteilt.
1991Russische Truppen verlassen die Stadt. Der "Kalte Krieg" ist beendet.
2003Wir besuchen im August zum ersten Mal, 57 Jahre nach der Vertreibung, wieder Neustettin.
2005Unsere zweite Reise im Juli in die alte Heimat.

2008Unsere dritte Reise im Juni nach Neustettin mit Rundreise in Pommern.
2008Unsere vierte Reise im September nach Neustettin zur Einweihung des Gedenksteines für alle
verstorbenen Neustettiner aus Stadt und Landkreis und zur 100-Jahrfeier der Nikolaikirche.

2009Unsere fünfte Reise im Juni nach Neustettin mit einer kleinen Rundreise durch den nordwestlichen
            Teil des Kreises Neustettin.
2010Unsere sechste Reise im Juni zur 700-Jahrfeier (1310 - 2010) der Stadt Neustettin.
2014Unsere siebente Reise im Juli/August mit Tochter und Enkel nach Neustettin, Stolp und Stolpmünde.
Sowie eine Rundfahrt nach Eschenriege, Gramenz, Bärwalde, Alt Pribkow und Sparsee
auf den Spuren der Ahnen.